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DEM ELEND INS GESICHT SEHEN!

Weltweit geht die Armut zurück, doch die Ungleichheit nimmt zu. 830 Millionen Menschen haben laut einem Uno-Bericht nicht einmal 1,70 Euro pro Tag zur Verfügung. Um diesen abstrakten Zahlen ein Gesicht zu geben, empfinde ich es als wichtig, sich immer wieder visuell mit dem Thema „Armut“ auseinanderzusetzen. Um die Zahlen zum Leben zu erwecken und – hoffentlich – Mitgefühl zu empfinden.

Hervorragendes Material gibt es bei der bpb: Bundeszentrale für politische Bildung. Dort habe ich drei DVDs zum Thema „Warum Armut?“ bestellt. Auf den DVDs befinden sich sechs Dokumentarfilme und 15 Kurzbeiträge. Es geht die ganze Zeit um das Thema „Armut weltweit“. Es wird nicht nur ein spezifisches Land oder Region besprochen, sondern Armut generell auf unserer Welt. Die sechs Dokumentarfilme sind alle rund 60 Minuten lang. Die Kurzfilme dauern zwischen zwei und sechs Minuten. Besonders empfehlenswert ist der Dokumentarfilm „Armutszeugnis – die Gesichte des Elends in der Welt“. In diesem Film werden die Ursachen von Armut erklärt und wie sich diese im Laufe der Geschichte entwickelt haben. Von der Steinzeit bis heute schickt einen der Regisseur Ben Lewis auf eine Art Zeitreise. Wichtige Epochen wie der Kolonialismus, die industrielle Revolution und die globale Ungleichheit werden angesprochen und ein hoffnungsvoller Ausblick gewährt.

Bei den Kurzfilmen stechen meiner Ansicht nach die beiden Filme von Wilbur Sargunaraj heraus. Aber sie bringen das Thema beschwingt auf den Punkt.  Der indische Youtube-Star Wilbur, fragt in Teil I: Was seine Landsleute über Armut denken. In Teil II setzt er sich damit auseinander, inwiefern das Kastensystem zur Ungleichheit und Armut in Indien beiträgt.

Auch Wiegenlied bewegt. Weil es einem Deutschen sehr nahe kommt. Denn er zeigt eine Bankfiliale in Berlin bei Nacht: ein gut geschützter und warmer Platz, der in kalten Nächten auch als Schlafplatz genutzt wird.

Die 15 Kurzfilme könnt ihr euch online unter: http://www.bpb.de/mediathek/207565/warum-armut ansehen.

Sehenswert ist ebenfalls der 90-minütige Dokumentarfilm „Hunger“. Er erzählt, wie Menschen, Gruppen und Organisationen darum ringen, eine der schlimmsten sozialen, politischen und ökonomischen Probleme unserer Tage zu lösen: den Hunger in der Welt.  Gerade dieses Thema ist im Frühjahr 2017 für West-Afrika wieder hochaktuell. Marcus Vetter und Karin Steinberger sind in Mauretanien, Kenia, Indien, Brasilien und Haiti auf Spurensuche gewesen: Was sind die Gründe für Hunger? Die DVD kann man im bpb-Shop für nur einen Euro bestellen: http://www.bpb.de/shop/multimedia/dvd-cd/33882/hunger

Ein letzter Tipp, um sich visuell mit dem Thema Armut zu beschäftigen, ist der Film „58“. Dieser Film zeigt die inspirierende Geschichte der weltweiten Kirche in Aktion. In beeindruckenden Bildern wird erzählt, was extreme Armut und Unterdrückung bedeutet. Diese außergewöhnliche Dokumentation macht deutlich, was Christen rund um den Erdball extremer Armut entgegensetzen: Hoffnung, konkrete Hilfe, Licht in der Dunkelheit. Den Film kann man kostenlos auf www.58-derFilm.de downloaden. Auf YouTube findet man ihn hier: https://www.youtube.com/watch?v=VKx17g6wTOg

Ich lade euch herzlich ein: Seht dem Elend ins Gesicht! Hat Jesus Christus übrigens auch gemacht (Mt. 9,36; Mt. 14,14 u.a.).

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