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Gute Nachrichten (für die UN) – schlechte Nachrichten (für Afrika)

Bei den Problemen, die die Entwicklung eines Landes hemmen, ist Armut meist der zentrale Faktor. Zu den Entwicklungsaufgaben gehört folglich die Armutsbekämpfung. Ohne nachhaltige Veränderung der weltweiten Armut, vor allem in den Ländern des globalen Südens, lassen sich auch globale Probleme wie Gefährdung des Friedens oder Umweltzerstörung nicht angehen, denn Armut und die größer werdende Kluft zwischen Arm und Reich verstärken diese Probleme. Darum ist das wohl wichtigste Millenniumsziel die Halbierung der extremen Armut.

Die gute Nachricht vorab: 1,9 Milliarden Menschen lebten 1990 noch in extremer Armut (Menschen deren Einkommen weniger als 1,25 Dollar pro Tag beträgt). 2015 ist diese Zahl auf 836 Millionen Menschen gesunken, so kann man im aktuellen UN-Bericht lesen. Damit wurde das erste Milleniumsziel, die Halbierung extremer Armut, tatsächlich realisiert. Das ist für die UN eine wirklich gute Nachricht. Entscheidenden Anteil am Erreichen des ersten Ziels hat insbesondere die positive Entwicklung in Südostasien und China. So wurde in China der Anteil von 60 auf 12 Prozent (2010) verringert. Jedoch leben immer noch 162 Millionen Chinesen in extremer Armut. Weltweit sind ebenfalls immer noch über 2,5 Milliarden Menschen als arme (2 US-Dollar pro Tag) einzustufen.

Nun die schlechten Nachrichten: Spiegel-Online schreibt: „Große Sorge bereitet der südlich der Sahara gelegene Teil Afrikas. Noch immer leben dort 48 Prozent der Bevölkerung in extremer Armut. Der Rückgang beträgt hier nur acht Prozent. Zudem ist die absolute Zahl extrem armer Menschen in der Region aufgrund des enormen Bevölkerungswachstums stark angestiegen: Von 290 Millionen auf 414 Millionen Menschen.“

Experte für Entwicklung, Jens Martens, sagte in der Tageszeitung Welt kompakt: „Allein aus Afrika fließt jedes Jahr Kapital in Höhe von über 60 Milliarden Dollar ab. Wenn dieses Geld in Afrika bleiben würde, hätte man mehr erreicht.“

Extreme Armut nur durch die zur Verfügung stehenden finanziellen Ressourcen zu definieren greift natürlich zu kurz. Armut zeigt ihr Gesicht in: mangelhafter oder fehlender Schulbildung, hohe Mütter- und Kindersterblichkeit, extreme Kinderarbeit und die Zahl der chronisch Unterernährten oder hungernden Menschen. Ein Teufelskreis lässt oft extreme Armut entstehen: Menschen in Armut haben oft keinen Zugang zu Bildung, eine anfällige Gesundheit und dadurch keinen Zugang zu einer ausreichend bezahlten Beschäftigung. Hinzu kommen Korruption, Kriege, politische Instabilität vieler Länder und Ausbeutung durch Großkonzerne.

Wer mit dazu beitragen möchte, dass extreme Armut weiter sinkt, der sollte die Chance nutzen und Angela Merkel im UN-Gipfeljahr 2015 eine E-Mail schreiben: Für mehr globale Gerechtigkeit.

SCHREIB EINE E-MAIL GEGEN ARMUT: http://www.micha-initiative.de/mitmachen/mailanmerkel

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