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Weltweit Armut beenden: Kinder im Focus

Im Hauptsitz der Weltbank-Gruppe kann man in Stein gemeißelt lesen: „Unser Traum ist eine Welt frei von Armut.“ Der Wunsch der Weltbank: Extreme Armut noch in dieser  Generation zu beenden und gemeinsam geteilten Wohlstand in einer nachhaltigen Weise auf der ganzen Welt zu fördern. Dabei stehen im Focus dieser umfassenden Bemühungen die Kinder. Kein Wunder, denn 19,5 Prozent der Kinder in 89 Ländern leben in Haushalten, die im Durchschnitt von US $ 1,90 pro Tag/ 1,70 Euro pro Person oder weniger überleben – jedoch nur 9,2 Prozent aller Erwachsenen. Weltweit leben demnach rund 385 Millionen Kinder in extremer Armut.

 

In den vergangenen Jahrzehnten gab es deutliche Fortschritte bei der Armutsminderung. Die Weltgemeinschaft erreichte das erste Millenniums-Entwicklungsziel: Die Armutsrate konnte von 1990 bis 2015, fünf Jahre früher als geplant, gesenkt werden.  Fast 1,1 Milliarden Menschen leben seit 1990 nicht mehr in extremer Armut. Trotz der Fortschritte bei der Verringerung von Armut bleibt die Zahl der Menschen, die in extremer Armut leben, weltweit unannehmbar hoch. Angesichts der globalen Wachstumsprognosen kann die Armutsbekämpfung nicht schnell genug sein, um das Ziel zu erreichen, extreme Armut bis 2030 zu beenden.  Nach den jüngsten Schätzungen das Jahres 2013 lebten 10,7 Prozent der Weltbevölkerung (767 Millionen Menschen) von weniger als US $ 1,90 pro Tag. Im Jahr 1990 waren es noch 35 Prozent – 1,85 Milliarden Menschen.

 

Der Fortschritt bei der Minderung extremer Armut war und ist weltweit uneinheitlich: Kinder, die in extrem armen Haushalten leben, konzentrieren sich auf die Länder Afrikas südlich der Sahara. Der Anteil der Kinder die in extremer Armut leben ist dort mit knapp 49 Prozent am höchsten. Das bedeutet, dass  51 Prozent aller extrem armen Kinder in einem afrikanischen Land lebt. Da einige Länder bei der Datenanalyse nicht berücksichtigt werde konnten, könnte der reale Anteil sogar noch höher sein. Südasien hat mit 36 Prozent  den zweithöchsten Anteil. Über 30 Prozent der Kinder leben in Indien in extremer Armut. Die Weltbank-Gruppe schaut auch auf höhere Armutsstadien – wie die der unter  3,10 US Dollar/Tag lebenden Kinder. Etwa 45 Prozent aller Kinder leben in Haushalten, die mit weniger als US $ 3.10 pro Tag auskommen müssen.

 

In welcher Region seiner Heimat ein Kind lebt, spielt eine bedeutende Rolle. Acht von zehn Kindern in extrem armen Haushalten leben in ländlichen Gebieten. Über ein Viertel der armen Kinder leben
in ländlichen Gebieten. Im Vergleich dazu leben nur neun Prozent der armen Kinder in städtischen Gebieten.

 

Laut Weltbank ist die Arbeit, um extreme Armut zu beenden, noch lange nicht vorbei. Eine Reihe von Herausforderungen bleibt bestehen. Die Weltbank ist sich bewusst, dass es schwierig wird, diejenigen zu erreichen, die bisher in extremer Armut verbleiben. Denn sie leben oft in zerbrechlichen Kontexten und abgelegenen Gebieten. Der Zugang zu guten Schulen, Gesundheitswesen, Strom, sicherem Wasser und anderen Grundbedürfnissen bleibt für viele Menschen, die oft durch sozioökonomischen Status, Geschlecht, Ethnizität und Geographie bestimmt sind, schwer. Für diejenigen, die sich aus Armut befreien konnten, ist der Fortschritt oft nur vorübergehend: Schwankende Wirtschaft, Ernährungsunsicherheit, kriegerische Konflikte und Klimawandel bedrohen ihren hart  errungenen Status. Oft führen diese und ähnliche Faktoren die Menschen in Armut zurück. Am meisten unter Hunger, Kriegen und wirtschaftlichen Schwankungen leiden die Kinder.

 

Jedes Kind auf der Welt hat das Recht auf Erfüllung der Grundbedürfnisse, um sich geistig, seelisch und körperlich gesund entwickeln zu können. In vielen Ländern ist das Kinderrecht auf Gesundheit besonders wichtig, denn noch immer sterben jedes Jahr 6 Millionen Kinder unter fünf Jahren. Verbessern sich die Lebensbedingungen für Mädchen und Jungen nicht, werden laut Schätzungen von UNICEF bis 2030 weitere 69 Millionen Kinder vor ihrem fünften Geburtstag sterben.

 

Diese hoffnungsvollen und zugleich erschreckenden Zahlen motivieren mich weiterhin Organisationen zu unterstützen die Kinder im Fokus ihrer Arbeit haben.

 

 

 

Quellen:

http://www.worldbank.org/en/topic/poverty/overview

https://www.unicef.org/publications/files/Ending_Extreme_Poverty_A_Focus_on_Children_Oct_2016.pdf

http://www.sueddeutsche.de/news/leben/armut-unicef-69-millionen-kindern-unter-5-jahren-sterben-bis-2030-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-160628-99-478493

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